Infoblatt Nr. 25 - Juni 2007

 

Infoblatt Jubiläum
10 Jahre Verbindung mit und zwischen den Mitgliedern des Freundeskreises

Unser Dank gilt vor allem den unermüdlichen Heinzelmännchen, die pünktlich und einfallsreich ihre Berichte lieferten und der Schriftleiterin die Arbeit leicht machten. Herzlichen Dank auch an Sybille, die bei Druck und Versand stets tatkräftig Hilfe leistete, sowie an "unsere Männer von der Technik", die für die Umsetzung der Druckvorlagen sorgten. Das Jubiläum wurde mit einem Ausflug nach Köln gefeiert (s. Bericht von Guido Ringel in der Rubrik "Unsere Mitglieder berichten").
Basilisse Pflüger

In eigener Sache

Liebe Mitglieder und Freunde des Freundeskreises Marly,
vor der Sommerpause möchte ich Ihnen noch einen kurzen Überblick über die Ereignisse der vergangenen Monate geben:
Die Mitgliederversammlung am 29. März war wie immer sehr gut besucht, wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Vereinsarbeit.
In der Versammlung wurde eine wichtige Änderung unserer Satzung beschlossen: "Der Vorstand des Freundeskreises Marly wird um je eine(n) Beisitzer/in für Kunst und Kultur erweitert". Damit wollen wir der zunehmenden Bedeutung Rechnung tragen, die Kunst und Kultur seit einigen Jahren in unserem Verein eingenommen haben. Wicze Braun organisiert (zusammen mit ihrem Partner Wolfgang Brudes) seit dem Jahre 2000 mit großem Erfolg den Kunstaustausch mit unserer Partnerstadt Marly; sie wurde einstimmig als Beisitzerin für Kunst gewählt.
Basilisse Pflüger hat auf dem Gebiet der Kultur viele Ideen umgesetzt: u. a. die Gründung des (gerade 10jährigen) Info-Blattes, Veranstaltungen im Jubiläumsjahr wie einen Chansonabend, Konzertabende der deutsch-franz. Bands "Take off" und "Blue Suede Boys" und Vorträge über aktuelle Themen in Marly während unseres Besuches. Außerdem plant sie einen Austausch in klassischer Musik. Basilisse Pflüger wurde einstimmig als Beisitzerin für Kultur in den Vorstand gewählt.
Im März spielten zwei junge Bands aus Marly mit einer Band der Musikschule im Jugendhaus. Die Rhythmen waren sehr fetzig und die Begeisterung der Musiker groß, leider gab es nicht sehr viele Zuhörer. Ein Gegenbesuch in Marly ist für den Herbst geplant.
Unsere Bürgerreise nach Marly im Mai war wieder rundum gelungen. Sie werden in den folgenden Berichten über unseren Besuch die Begeisterung "herauslesen". Im Namen aller Teilnehmer/innen möchte ich mich sehr herzlich bei Danièle Leroy, Sylvie Jezequel sowie ihrem Team bedanken für die wunderschönen Tage, die sie für uns vorbereitet haben. Vom Bürgermeister von Marly, Jean-Yves Perrot, Maire adjoint Bruno Cronier und Patrick Gautier, Président des Amis du Jumelage fühlten wir uns sehr herzlich aufgenommen und betreut.
Unter der Leitung von Basilisse Pflüger fand ein Gespräch über den geplanten Aufbau eines Musikaustausches mit klassischer Musik statt. Es hat sich hoffnungsvoll angelassen und ein erster Besuch ist bereits geplant. So wird unsere Jumelage immer wieder neu belebt.
Anfang Juni eröffnet unser Vereinsmitglied Beate Bin Yusof in der Bahnhofstraße 15 ihr neues Restaurant "Rasa Malaysia". Sie alle kennen die wunderbaren Buffets, die sie für die Neujahrsempfänge des Freundeskreises und für private Anlässe kreiert hat. Wie wäre es mit einer "Table Ronde" oder Stammtisch zum Gedankenaustausch in Beates Restaurant?
Machen Sie mit, jeden 1. Mittwoch um 19 Uhr ab Juli 2007!
Ich wünsche Ihnen allen eine schöne und sonnige Sommerzeit.
Mit lieben Grüßen

Ihre Sybille Schmidt

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4. Juli 2007, 19 Uhr

15./16. September 2007

 

Table Ronde/Stammtisch bei Beate im "Rasa Malaysia", Bahnhofstr. - in Zukunft an jedem 1. Mittwoch im Monat: 1. August, 5. September, 3. Oktober, 7. November, 5. Dezember

Stadtfest, wir würden uns über Ihre Mithilfe freuen
für Ende Oktober geplant: ein Besuch in Bonn mit Besichtigung des "Hauses der Geschichte" u. a. (weitere Ankündigungen s. letzte Seite)

Kulturreise nach Burgund:
Die diesjährige deutsch/französische Kulturreise vom 31. August bis zum 6. September mußte leider abgesagt werden. Grund hierfür ist eine zu geringe Teilnehmerzahl auf französischer Seite. Dies hängt auch damit zusammen, daß die Association "Nous sommes Amis", aus deren Reihen sich vornehmlich unsere französischen Teilnehmer rekrutieren, vor einem Jahr schon eine Reise nach Burgund durchgeführt hat.
Wir sind indes sicher, daß für unsere im nächsten Jahr nach Berlin geplante Reise ein großes Interesse , vor allem auf französischer Seite, besteht.

Persönliches
Wir gratulieren sehr herzlich unseren Mitgliedern Waltraud Schaaf und Milli Feucht zum 80. Geburtstag sowie Ida Reschke zum 85. Geburtstag! Wir wünschen Gesundheit und Zufriedenheit und weiterhin viel Freude an den Aktivitäten des Freundeskreises Marly.
Sybille Schmidt

Und auch unsere verehrte Vorsitzende beging einen besonderen Geburtstag, was Hermann Brandl und Friederike Wohlfahrt zu nachfolgenden Glückwünschen in Prosa und Lyrik inspirierte:


Liebe Sybille,
der Freundeskreis Marly-le-Roi, der auch Dein Freundeskreis ist, möchte Dir anlässlich Deines 60.Geburtstages zum Ausdruck bringen, was Du für ihn bedeutest.
Du bist mit Deiner immer freundlichen und ausgleichenden Art und mit Deinem unermüdlichen Einsatz der Mittelpunkt unserer Gruppe und bei uns Deutschen und unseren französischen Freunden gleichermaßen beliebt und geschätzt.
Wir wünschen Dir zu diesem besonderen Geburtstag alles Gute, viel Glück und Gottes Segen.
Hermann Brandl

Chère Sybille
Ce que nous te souhaitons pour les années suivantes
C'est que le bonheur te chante.
Nous te souhaitons de tout cœur
Un bonheur d'infinie longueur.
Ce n'est pas autre chose qu'une vie en rose !
Bien amicalement

Friederike et les séniors

Rheinlandtaler für W. Braun & W. Brudes
(aus der Rheinischen Post vom 1. Juni 07)

"Vor 15 Jahren begannen Wicze Braun und Wolfgang Brudes auf einem Teil ihres Grundstückes im Murbachtal eine Kunstinsel herzurichten. Längst ist der SinnesWald mit seinen thematischen Skulpturenausstellungen und ergänzenden Veranstaltungen zum beliebten Ausflugsziel geworden. Der Landschaftsverband Rheinland zeichnete das Paar mit dem Rheinlandtaler aus, weil es sich in besonderer Weise um die landschaftliche Kulturpflege verdient gemacht hat".
Der "Freundeskreis Marly" gratuliert seinen beiden Mitgliedern sehr herzlich zu dieser wohlverdienten Auszeichnung.

++++++++++++++++++++ Unsere Seite im Internet +++++++++++++++++++++++++++
Die neuesten Informationen im Internet finden Sie wieder unter www.freundeskreis-marly-le-roi.de . Wir danken unserem "Webmaster" Hartmut Schmidt herzlich.

Unsere Mitglieder berichten

Ausflug zum 10. Jahrestag des Infoblatts

Ausflug zum 10. Jahrestag (vor dem Infoblatt-Autorenbrunnen in Köln)


Das Wetter konnte gar nicht besser sein für diesen Ausflug am 21. April 2007 nach Köln. Basilisse Pflüger hatte aus Anlaß des 10jährigen Erscheinens des Infoblattes für den Freundeskreis Marly zu einer Führung durch Köln eingeladen. Aber nicht, um den Spuren der Franzosen zu folgen, sondern, um das historische Köln mit seinen Sagen und Legenden näher kennen zu lernen. Siebzehn Aktive waren bereit, u.a. den Unterschied zwischen Märchen, Sage und Legende heraus-zufinden.
Der Zug war sogar pünktlich. Dort angekommen, war zunächst eine Stärkung mit typisch kölschen Spezialitäten im Brauhaus Peters mitten in der Altstadt angesagt. Es blieb sogar noch die Zeit, beim Italiener am Alter Markt einen Kaffee im Freien zu schlürfen und durch die sonnige Altstadt zu schlendern, denn die 2 ½ stündige Führung sollte erst um 14:30 Uhr beginnen. Unser Stadtführer kam auf die Minute genau.
Nach einer kurzen Einführung führte er uns in die Dom-Garage. Hier befindet sich noch ein Reststück der alten Stadtmauer mit einem (heute zugemauerten) Flucht-weg, den der Erzbischof Anno II (1056 - 1075) angeblich genutzt hat, um vor seinen Verfolgern zu fliehen. Da wurde auch von manchen Gräueltaten berichtet. Intrigen, Macht und Rache - in den Kölner Sagen und Legenden geht es oft blutrünstig zu.
Wieder am Tageslicht, gab es einen Abriß zur Entstehung des heutigen Domes mit den dazu gehörigen Verzällcher. Den Hauptgrund für den Dombau lieferten die Hl. Drei Könige, für deren Gebeine man eine würdige Stätte errichten wollte. Es wurde alsbald klar, daß es sich bei den Sagen und auch Legenden immer nur um Teilwahrheiten handelte. Etwas ganz anderes ergab sich bei den bekannten Heinzelmännchen. Diese Story ist natürlich ein richtiges Märchen. Aber wer von uns wußte schon, daß es davon dreierlei oder sogar mehr Variationen gab? Natürlich mit Persiflagen gegen die Obrigkeit bzw. des kölschen Naturells. Dazu gehört auch Josef Kardinal Frings, der den frierenden Kölnern in der Nachkriegszeit das Plündern der Kohlezüge indirekt erlaubte. Dafür haben sie ihm auf dem Farina-Platz ein Denkmal gesetzt.
Sowohl das alte Rathaus als auch der Rathausturm ist gut für so manche Sage und Legende. Im Mittelalter, als die wenigsten lesen und schreiben konnten, bediente man sich der Bildersprache, wie u.a. ein Relief über dem Rathausportal zeigt. Wer hat denn jemals auf den bärtigen Kopf unterhalb der Rathausturmuhr geachtet? Es ist der so genannte Platzjabbeck, der zu jeder vollen Stunde die Zunge herausstreckt.

Kommen wir zu den "kölschen Mädcher", besser gesagt, den (Jung)frauen. Denen ist ein Denkmal im schönen, gartenähnlichen Innenhof des Farina-Hauses gewidmet. Allen voran steht die Hl. Ursula. Sie und ihre elf Gefährtinnen sollen vor den Toren Kölns von Hunnen getötet worden sein. Sie alle wurden im Kölner Stadtwappen verewigt, und zwar mit den elf Zungen, die eigentlich Hermelinschwänze darstellen, unter den drei Kronen für die Hl. Drei Könige. Als man 1106 vor der nördlichen römischen Stadtmauer ein großes Gräberfeld fand, wuchs die Zahl auf 11000 Jungfrauen. Daß unter den Gebeinen auch männliche Spezies waren, spielte für den Reliquienhandel offenbar keine Rolle.
Es gab aber nicht nur Mord und Totschlag. Auf dem Alter Markt steht das Denkmal für den berühmten Reitergeneral Jan von Werth. Den hat es wirklich gegeben. Aber die Geschichte von Jan und Griet ist frei erfunden. Schaut man von hier die Häuserzeile im Osten entlang, entdeckt man an einem Haus direkt unterhalb der Dachrinne eine Figur mit herunter gelassenen Hosen, der "Kallendresser". Hierzu gibt es verschiedene Deutungen. Am besten gefällt wohl die Erklärung, daß hiermit dem gegenüberliegenden Stadtrat gezeigt wird, was der Kölner von der Obrigkeit hält.
Nun geht's zum Rhein hinunter. Mitten im Fluß soll der Kahn mit dem Leichnam von Maternus, Kölns erstem Bischof, vertäut gewesen sein, denn man stritt sich, wo er begraben werden sollte, weil er auch noch Bischof von Trier und Tongern war. Blieb das Boot am Standort, wäre es Köln gewesen, triebe es flußabwärts, käme Tongern in Frage. Eine Flutwelle muß den Kahn aber flußaufwärts getrieben haben, denn er hat vermutlich in Trier seine letzte Ruhestätte gefunden.
Jetzt wird es lustig! In einer Ecke des Platzes An Groß St. Martin stehen die lebensgroßen Figuren von Tünnes und Schäl. Jeder kennt deren Witze, aber wen sie eigentlich darstellen, weiß kaum jemand. Tünnes verkörpert mit seinem Outfit den einfachen, bäuerlichen Typen, der gerne einen trinkt, hat eine gewisse Bauernschläue. Schäl, vermutlich aus dem Rechtsrheinischen kommend, ist diesem Metier entflohen. Mit Melone, Anzug und Lederschuhen ist er städtisch, ja fast wie ein Mann von Welt ausstaffiert. Auf dieser Grundlage und durch die Gegensätze dieses ungleichen Paares entwickeln sich deren unzählige Witze. Wir haben herzlich gelacht.

Weiter ging es quer durch die Höfe, am Willi-Ostermann-Brunnen vorbei, zum Heumarkt. Hier steht auf der Ecke Seidmacherinnengäßchen noch eins der wenigen vom Krieg verschonten Renaissancehäuser, heute das Gasthaus "Zum St. Peter". An der Hausseite, direkt über einem Kellerabgang, befindet sich ein häßlicher Drachenkopf mit Glubschaugen und zwei wuchtigen Eisenzähnen, die wie die Hauer eines Keilers aus dem Oberkiefer ragen. Von diesen so genannten "Grinköpfen" gibt es in Köln nur noch eine geringe Anzahl. Es ist nicht ganz klar, ob diese zur Gefahrenabwehr angebracht wurden oder nur "Kunst am Bau" darstellten. Auf jeden Fall hatten sie einen praktischen Nutzen, denn die Eisenzähne hielten früher einen Flaschenzug um schwere Lasten in den Keller zu schaffen oder hervorzuholen.

Hier endete die Führung. Wir hatten Köln mal von einer ganz anderen Seite kennen gelernt. Wetten, daß die Teilnehmer jetzt einiges mehr wissen als so mancher Kölner!
Es blieb noch ausreichend Zeit, im Biergarten vom Brauhaus Peters einen "Absacker" zu trinken, bevor uns der Zug programmgemäß zurück nach Leichlingen beförderte.

Basilisse Pflüger gilt ein großes Dankeschön für die Organisation dieses erlebnisreichen Tages.

Guido Ringel


Auf der Fahrt nach Marly im Mai 2007: eine Champagnerkellerei

Bonbon = Dégustation

Im Vorfeld hatte unsere Vorsitzende, Sybille Schmidt, bereits angekündigt, daß es auf dem Wege nach Marly-le-Roi noch ein besonderes Bonbon geben werde. Die Gerüchte verdichteten sich und schließlich war klar, dégustation (Verkostung) von Champagner in der Champagne.
So steuerten wir mit Hilfe unseres Chauffeurs (und natürlich des Navis) unser Ziel an. Wir fuhren vorbei an Reims und Epernay, die als klassische Zentren der Champagne gelten.
Jeder wußte: Champagne = Weinberge, Flüsse, glanzvolle Bauwerke des Weltkulturerbes oder verborgene Kostbarkeiten bilden insgesamt den wertvollen Schatz eines Weinbaugebiets, in dem Chardonnay, Pinot noir (rote Traubensorte Spätburgunder) und Pinot meunier (rote Traube, Schwarzriesling oder Müllerrebe) gedeihen, die Rebsorten, aus denen der berühmteste aller Festtagsweine gewonnen wird: der Champagner. Wir genossen im Vorbeifahren den außergewöhnlichen Charme der Landschaft.
Schließlich trafen wir in Sézanne ein, wo wir festlich in früher ortsüblicher Trachtenkleidung von den Besitzern des Weingutes empfangen wurden.
Eine anschließende Verkostung eines Champagners und eines Ratafia (apéritif champenois) sorgten für gelöste Zungen (Le vin délie la langue: Der Wein löst die Zunge)
Anschließend ging es zum regional-typischen Mittagessen, im Rahmen dessen Sybille Schmidt, Dr. Hermann Brandl und Rainer Vesper von deutscher Seite und Jean-Yves Perrot, Bürgermeister von Marly sowie Bruno Cronier (Maire adjoint) von französischer Seite zu Rittern der regionalen Weinbruderschaft geschlagen wurden.
Nach dieser Verkaufsveranstaltung wurde der Kofferraum des Busses mit reichlich Champagner voll geladen und die weitere Fahrt nach Marly-le-Roi war entsprechend fröhlich und lustig.
Eine kleine Anmerkung: es war wohl eine Zeitfrage, daß wir von den Geheimnissen der Weinkunde, der Sensibilisierung gegenüber den unterschiedlichen Aromen und den Geschmacksrichtungen nichts erfahren haben. Deshalb lohnt sich ein weiterer Besuch in der Champagne.

Nähere Auskünfte über Verkostungen (bis zu 3 Stunden) erteilt: das Comité Régional du Tourisme Champagne-Ardenne
www.tourisme-champagne-ardenne.com

Jörg Allkämper



Champagner-Toast von Sybille
Liebe französische und deutsche Freunde,
diesmal beginnen wir unsere Bürgerreise nach Marly mit einem wirklichen Höhepunkt:
der Aufenthalt in dieser stilvollen Champagnerkellerei mit Kostproben und Bewirtung ist ein besonderes Erlebnis für uns alle. Und wir danken ganz herzlich für die freundliche Begrüßung von Bürgermeister Jean-Yves Perrot, Maire adjoint Bruno Cronier, Präsident der Amis du Jumelage Patrick Gautier und weiteren Freunden aus Marly. Dieser große Empfang ist eine große Ehre für uns.

Wir möchten uns auch sehr herzlich bedanken bei Albert Thielen, der uns diese Adresse vermittelt hat.
Lassen Sie uns anstoßen auf einen schönen Aufenthalt in der Kellerei und auf unsere deutsch-französische Jumelage!

Chers amis français et allemands,
Cette année, nous commençons notre voyage à Marly dans des conditions particulières. Un très grand merci à M. Jean-Yves Perrot, Maire de Marly, Bruno Cronier Maire Adjoint, Patrick Gautier, Président des Amis du Jumelage, ainsi qu'à vous tous, amis de Marly, pour l' accueil chaleureux que vous nous avez réservé à Reims. Cette rencontre est un grand honneur pour nous.
La visite de la Maison de Champagne de M. Dugay avec les excellentes dégustations et les plats traditionnels est un événement particulier pour nous tous.
Nous voulons de même remercier chaleureusement Monsieur Albert Thielen, qui a arrangé notre visite dans cette Maison de Champagne.
Portons un toast à notre rencontre et à notre jumelage franco- allemand !


Ausflug zum Château Vaux-le-Vicomte


Es waren ziemlich müde Gestalten, die sich am frühen Freitagmorgen gegen 8:00 Uhr am Treffpunkt in der Avenue Jean Béranger einfanden, um die Busfahrt zum Schloß Vaux-le-Vicomte anzutreten. Das lag einerseits an der Anreise am Vortage mit dem typisch französischen Programm einer Champagnerverkostung, aber man hatte auch etwas weniger Schlaf bekommen, weil ein reger Gedankenaustausch mit den Gastgebern üblich und nicht zu vermeiden ist, zum Teil bis weit nach Mitternacht. Immerhin hatte man sich ja längere Zeit nicht gesehen. Und die, die das erste Mal dabei waren, waren ebenfalls gefordert und mußten noch ihre ersten Eindrücke verarbeiten. Aber die Truppe wurde schnell wieder munter, denn das Wetter war gut und unser Fahrer mit britischer Herkunft, Harry Goodwill, sorgte mit seinem britischen Humor dafür, daß gleich wieder Stimmung aufkam.
Unsere deutsche Reisegruppe vergrößerte sich, denn zehn französische Gastgeber hatten sich entschieden, mit uns zu fahren, weil sie dieses Ziel noch nicht kannten bzw. es für so sehenswert hielten, es erneut zu besuchen. Der Bus war also bis zum letzten Platz besetzt.
Leider konnte Danièle Leroy, die Vorsitzende der französischen Seite, nicht dabei sein, weil sie die Hochzeit ihrer Tochter ausrichten mußte. Ihren Part übernahm bravourös Sylvie Jezequel, die mal eben unseren Fahrer in Mister "Willgood" umbenannte.

Wir hatten zwar nur 77 km vor uns, aber die Route führte um das südliche Paris herum am Schloß von Versailles vorbei Richtung Fontainebleau. Das kostete im morgendlichen Berufsverkehr natürlich etwas Zeit. Viele hätten sicher auch gerne noch die Spiegelsäle von Versailles besichtigt. Doch uns erwartete ein ebenbürtiges Highlight der französischen Geschichte, nämlich das Schloss Vaux le Vicomte mit seinen großartigen Gärten.
Nicolas Fouquet hat dieses Juwel Mitte des 17. Jahrhunderts, als er Finanzminister von Louis XIV. war, bauen lassen. Er stammte aus einer einflußreichen Familie des Amtsadels. Seinen Reichtum verdankte er zum größten Teil seiner Heirat mit Marie Castille. So konnte er es sich leisten, nicht nur ein prunkvolles Schloß, sondern auch einen der schönsten Gärten auf seinem Anwesen 6 km östlich von Melun zu realisieren. Die Planer waren der Architekt Louis Le Vau für die Gebäude, Charles Le Brun für das Interieur und der berühmte Landschafts- und Gartenarchitekt André Le Nôtre.

Es erfolgte eine zweistündige Führung. Christel Jung führte uns mit detaillierten Kenntnissen und auf Deutsch durch die weiträumige Schloßanlage. Auch wenn vieles vom ursprünglichen Mobiliar nicht mehr vorhanden ist, so ist die prunkvolle Ausstattung doch beeindruckend.
Es würde zu weit führen, hier nun jeden einzelnen Raum zu beschreiben. Es wurde aber deutlich, mit welchen fantastischen Ideen der Zusammenhang des Gesamtensembles, der einzelnen Gebäude mit der Gartenanlage und der Landschaft verwirklicht wurde. Vaux-le-Vicomte übertrifft an Pracht und an gestalterischer Konsequenz alle bis dahin in Frankreich bekannten Schlösser und Gärten. Die gesamte Anlage gliedert sich streng symmetrisch und auf einer durchgehenden Mittelachse, vom Vorhof durch das Hauptgebäude, die Gartenanlage bis zum fernen Waldgebiet auf der anderen Seite.
Leider konnte Fouquet sich nicht lange an seinem Besitz erfreuen. Er stand schon länger in der Kritik des Königs, war aber durch seine Ämter nicht angreifbar. Sein Stellvertreter und späterer Nachfolger, Jean Baptiste Colbert, sägte schon länger an seinem Stuhl und fütterte den König mit negativen Berichten zur Finanzlage des Staates. Die verschwenderischen Ausgaben und die persönliche Zurschaustellung des Finanzministers verstärkten das Übelwollen des Königs. Fouquet hatte enorme Summen für einen Palast auf seinem Anwesen ausgegeben, der alles andere in Frankreich übertraf. Am 17. August 1661 richtete Fouquet ein fulminantes Fest für den gesamten Adel aus, bei dem auch Louis XIV in Vaux als Gast zugegen war. Diese Fête brachte das Faß zum Überlaufen. Drei Wochen später wurde er verhaftet. Nach einem über dreijährigen Gerichtsverfahren wegen Veruntreuung von Staatsgeldern wurde er zunächst zur Verbannung verurteilt. Der König aber setzte sich über das Gerichtsurteil hinweg und wandelte die Strafe in lebenslange Haft um. Fouquet wurde Anfang 1665 in die Festung von Pignerol gebracht, wo er 1680 mit 65 Jahren starb. Er war ein Opfer von intrigierenden Neidern. Seinen ausschweifenden Lebenswandel soll er aber tatsächlich aus eigener Tasche bezahlt haben.
Vaux-le-Vicomte wurde 1705 von der Familie Fouquet an Claude-Louis-Hector de Villars, den französischen General bzw. Maréchal und Helden des Spanischen Erbfolgekriegs verkauft.
Es gab mehrere Folgebesitzer, zunächst ab 1764 den Duc de Praslin, dann ersteigerte 1875 Monsieur Alfred Sommier das heruntergekommene Anwesen und begann mit der Sanierung.
Es ist heute immer noch im Besitz seiner direkten Nachkommen, Patrice und Cristina de Vogüé.
Die zwei Stunden waren schnell um. Wir mussten uns sputen, um unsere Plätze im zum Schloss gehörigen Restaurant L'Ecureuil, zu deutsch: Eichhörnchen. einzunehmen (das Eichhörnchen ist das Wappentier von Fouquet). Die anderen Ausstellungen und das Gartengelände sollten wir nach dem Essen zu sehen bekommen. Wein und Wasser standen bereits auf den Tischen und die Vorspeise, ein Vol-au-vent gefüllt mit Coquilles St. Jacques, wurde recht bald serviert. Als Hauptgang gab es Farce de Joue de Bœuf (Rinderbäckchen) im Speckmantel, dazu Fingermöhrchen, und danach als Dessert mit Schokoladencreme gefüllte Brandteigbällchen mit Schokoüberzug. Das war sehr lecker und Gott sei Dank nicht so süß. Jetzt noch schnell einen Kaffee, denn die Sonne schien, die beste Ausgangslage für den vorgesehenen Spaziergang durch den weitläufigen Garten mit seinen unterschiedlichen Facetten. Ach, hätte man doch auf den Kaffee verzichtet oder noch schnell die Toilette aufgesucht. Jetzt war weit und breit kein stilles Örtchen zu entdecken. Was blieb anderes übrig, als hinterm Buschwerk zu verschwinden, wie weiland zu Fouquets Zeiten....

Von der Terrasse oberhalb der Grotten ging der Blick zurück zum rund 1500 Meter entfernten Schloß, ein herrliches Bild über die Teiche, Spiegelweiher, Kaskaden, Fontänen und Terrassen hinweg. Leider werden die vollen Wasserspiele nur zu bestimmten Terminen vorgeführt. Man konnte sich nicht genug satt sehen an dieser Komposition. Bis zum Herkules auf dem Hügel sind wir nicht mehr gekommen. Wir hätten den Rückweg nicht mehr rechtzeitig geschafft. Außerdem wartete ja noch die Ausstellung über den großartigen Gartengestalter Le Nôtre auf unseren Besuch. Hier gab es eine Menge an Informationen zu diesem begnadeten Landschaftsgestalter. Besonders anschaulich wurde die geniale Planung von Le Nôtre mit einem lebendigen, video- gestützten Landschaftsmodell als Display dargestellt.
Schade, es blieb kaum genügend Zeit, um die wunderschönen, restaurierten Kutschen und Kaleschen aus vergangenen Jahrhunderten zu bestaunen, die im Museum "Les Equipages" in den ehemaligen Marställen untergebracht sind.

Voll positiver Eindrücke wurde um 16:30 Uhr die Rückfahrt nach Marly angetreten. Es war ziemlich still im Bus. Nach einem solch informativen geschichtsträchtigen Tag kroch den meisten die Müdigkeit in alle Glieder. Christine Stegemann nutzte diese ruhige Phase, um eine Geschichte zu erzählen. Man hätte meinen können, es wäre tatsächlich eine Gutenacht-Geschichte. Obwohl es sehr spannend vorgetragen wurde, ist der eine oder andere doch tatsächlich eingeschlafen. Das war auch nicht weiter schlimm, denn draußen fing es leise zu regnen an.
Und außerdem, jeder hatte noch einen spannenden und aufregenden Abend mit den lieben Gastgebern vor sich.
Guido Ringel


Frankreichs Elitenausbildung - Die "Grandes Ecoles"


Im Lande der Revolution unter dem Motto Liberté - Egalité - Fraternité erwartet man nicht unbedingt eine Ausbildung von Eliten mit strenger Selektion in separaten staatlichen Schulen - also außerhalb der Universitäten. Und so folgten 16 Leichlinger Zuhörer am Samstag Vormittag gespannt der Darstellung von Stéphanie Thieyre und Claude Roels aus Marly, die auch aus eigenen Erfahrungen berichten konnten.
Auf das System der "Grandes Ecoles" sind die Franzosen seit über 200 Jahren stolz: genau seit 1794, als die erste dieser Schulen, die "Ecole Polytechnique", gegründet wurde. Schon wenige Jahre später kamen Vorbereitungsklassen hinzu, in denen die Kandidaten 2 Jahre lang für den Auswahlwettbewerb vorbereitet und ausgelesen werden. Die dazu nötigen Fähigkeiten des "Lernens unter Streß" erwirbt man auch in Frankreich nicht unbedingt mit dem Abitur.


Heute gibt es zahlreiche weitere "Grandes Ecoles", einige davon sind auch im Ausland bekannt - wie die ENA, die Ecole Nationale d'Administration, die seit dem 2. Weltkrieg die französischen Spitzen-beamten ausbildet - im Volksmund "énarques" ("Enarchen", was wie "Monarchen" klingt) genannt. Ihre Absolventen bilden ein in Frankreich hocheffizientes Netzwerk für die Besetzung von Spitzenpositionen. Andere bekannt Schulen sind die Ecole Centrale (Ausbildung von "allgemeinen Ingenieuren", worunter man sich eine Art Führungskraft mit technischem Hintergrund vorstellen muß, nicht den fachlich ausgerichteten Diplom-Ingenieur deutscher Prägung), "Normale Sup" (Lehrkräfte im gymnasialen und universitären Bereich) "Les Mines" (Bergbau), "SUP Aéro" (Luft- und Raum-fahrt), "Arts et Métiers" (Wirtschaftsingenieure), "HEC" und "ESSEC" (Wirtschaft), INSEAD ("Business School" nach dem Vorbild von Harvard) u.a.m., sowie die Offiziersschule Saint Cyr. Übrigens wurde jüngst eine erste Grande Ecole, die "Ecole Centrale", in China gegründet.
Nur die Fächer Jura und Medizin sind auf die Universitäten beschränkt, vermutlich war diese Fächer immer gut genug organisiert, um die Gründung von Grandes Ecoles in diesen Disziplinen abzuwehren.

Die Ausbildung dauert nach der 2 jährigen Vorbereitungsschulung, in der die hauptsächliche Auslese stattfindet, weitere 3 Jahre und endet mit einem Diplom. Es ist seit 1999 dem "Master" der Universitäten gleichgestellt - ein Tribut an die Globalisierung, um den Absolventen einen international vergleichbaren Status bei Bewerbungen zu geben. Im Gegensatz zu den Universitätsdiplomen verheißt ein Abschluß an einer Grande Ecole aber immer noch einen sicheren Berufsbeginn in einer Führungsposition. Ebenfalls der Globalisierung der Arbeitsmärkte ist eine steigende Bedeutung des Doktortitels, der in Frankreich traditionell keine vergleichbare Bedeutung hatte (mit Ausnahme der Medizin). Die Grandes Ecoles wollen dem Rechnung tragen durch zusätzliche wissenschaftliche Qualifizierung im Anschluß an das Diplom ("Master"). Da die dazu notwendige Kompetenz nicht unbedingt an den Schulen selbst vorhanden ist, arbeitet man mit den Universitäten zusammen.
Ein kleiner Teil der Schüler gelangt als Quereinsteiger nach dem ersten Universitätsjahr an eine Grande Ecole (allerdings kaum an eine der besonders angesehenen); Voraussetzung ist "nur", zu den besten Absolventen der Jahrgangsstufe zu zählen.

Es werden z.T. erhebliche Studiengebühren erhoben, doch gibt es auch zahlreiche Stipendien, um besonders begabten Schülern (gemessen an den Prüfungsnoten) die Ausbildung zu ermöglichen. Dennoch ist der Anteil von Schülern aus einfachen Verhältnissen kontinuierlich gesunken, von ca. einem Drittel vor 30 Jahren auf heute etwa 3-5%. Das ist natürlich nicht unbedingt damit zu erklären, daß heute kaum noch ein Franzose in einfachen Verhältnissen lebt, und so entspann sich erwartungsgemäß eine lebhafte Diskussion um die Frage der Gerechtigkeit des Systems. Die Argumente einiger Zuhörer - von der deutschen Bildungsdiskussion vertraut - reichten von der Forderung nach Ausgleich der herkunftsbedingten Nachteile ("Stipendien nicht nur an die besten") bis zur schlichten Abschaffung des "ungerechten" Systems. Dagegen wurde vorgebracht, daß die Ausbildung jedem offen steht, der sich durch die Fähigkeit zum Lernen unter Streß als künftige Führungskraft qualifiziert, und daß man bewußt die besten Studenten eines Jahrgangs rekrutieren will, ohne Rücksicht auf Herkunft und die Vorgeschichte.
Stéphanie und Claude, der selbst die "Ecole Centrale" absolviert hat, schätzen das System, und wie die große Mehrheit der Franzosen wünschen sie sich diese Ausbildung für die Kinder. Jedes Jahr veröffentlichen die Zeitungen die Listen der erfolgreichen Kandidaten, zum Stolz der Angehörigen. Sie gab aber auch ein Beispiel, wie der große Streß bei einer Verwandten im 2. Jahr der Vorbereitung zu einer Nervendepression geführt hat.
Es wurde auch kritisch angemerkt, daß die menschlichen Kompetenzen, die für leitende Funktionen mindestens so wichtig sind wie technisch-fachliche Qualifikationen, bei dieser Ausbildung keine ausreichende Rolle spielen. Allerdings sind umfangreiche Praktika z.B. in Unternehmen Teil der Ausbildung der Grandes Ecoles.

Letztlich müssen sich auch Absolventen der Grandes Ecoles sehr bald im beruflichen Konkurrenzkampf messen - insbesondere in der Wirtschaft - und können schnell ihre aussichtsreiche Startposition verlieren. Selbst in der Politik gibt es keine Erbhöfe mehr: die letzte Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal war eine ENA-Absolventin - sie unterlag Sarkozy, der keine Grande Ecole besucht hat.
Fazit: dieses System der Elitenausbildung steht in Frankreich unverändert in hohem Ansehen und wird auf absehbare Zeit erhalten bleiben - Deutschland wird eher über eine Differenzierung der bestehenden Hochschulen eine Verbesserung der Elitenausbildung versuchen.
Wolfgang Pflüger

Vernissage

Im Rahmen der Bürgerreise war traditionell die Vernissage einer Ausstellung Leichlinger Künstler eingebunden. Samstag, den 19. Mai, ab 18 Uhr, fand diese zur Eröffnung der Ausstellung von Werken von Anni Losacker und Peter Berth in der Bibliothèque municipale von Marly-le-Roi statt.
Um der Vernissage einen würdigen Rahmen zu geben, wurde sie in diesem Jahr, erstmals bei einer Vernissage im Rahmen der Bürgerreise, von musikalischen Darbietungen umrahmt. Diese, in Leichlingen übliche Auflockerung, konnte durch den Einsatz von Wicze Braun nun auch hier die durch Reden etwas trockene Veranstaltung in einen noch schöneren und würdigeren Rahmen gehoben werden.

Patrick Gautier vom Freundeskreis in Marly eröffnete mit einer kurzen Ansprache die Veranstaltung, die danach mit der ersten musikalischen Darbietung fortgesetzt wurde. Pascale Lanquest am Spinett und mit Gesang (begleitet von Cyril Perret) eröffnete hier den musikalischen Reigen.
Danach ergreift Wicze Braun das Wort. Die jetzige Ausstellung ist die 8. in der Reihe des partnerschaftlichen Kunstaustausches zwischen Marly-le-Roi und Leichlingen. Wicze Braun stellt Anni Losacker vor, die mit 10 Bildern und 6 Skulpturen an der Ausstellung beteiligt ist. 20 Jahre ist sie als Erzieherin tätig, wobei sie sich auch schon mit Kunst beschäftigt, bevor sie von 1990 bis 1993 ein Bildhauereistudium in Alfter bei Bonn absolviert, dem sich von 1994 bis 1996 ein Kunsttherapie-Studium anschließt. Wicze Braun zitiert die Künstlerin: Kunst ist ein gutes Mittel, um ins Gleichgewicht zu kommen.
Frau Losacker hat seit 1990 schon mehrmals alleine oder mit anderen ausgestellt, seit 2003 hat sie mit Peter Berth eine Künstlergemeinschaft gegründet. In 2004 hat sie eine hohe Auszeichnung erhalten, die Medaille in Gold in Straßburg.


Wolfgang Brudes stellt anschließend Peter Berth vor, der wegen einer Erkrankung leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen kann. Dr. Peter Berth hat Kunstgeschichte und Chemie studiert. Er hat lange im Chemiebereich gearbeitet und, seit er im Ruhestand ist, die Kunst neu für sich entdeckt. Er bezeichnet sich als Autodidakten und experimentierfreudig. Die hier gezeigten Werke sind Monotypien mit Acrylfarben, die allesamt Bäume aus Leichlingen darstellen. Auch Peter Berth hat schon einige Male ausgestellt und zwei wichtige Kunstpreise erhalten.

 


Nach diesen Worten wird die Veranstaltung wieder aufgelockert, stimmgewaltig bringt Sandrine Marchina zwei Arien zu Gehör, wofür sie auch großen Applaus erntet. Der Bürgermeister von Marly, Jean-Yves Perrot, begrüßt nun die Anwesenden, zunächst in Deutsch. Er freut sich sehr, die Leichlinger begrüßen zu dürfen, und erinnert an die erste Zusammenkunft am Donnerstag in der Champagnerkellerei von Sézanne.
Er wünscht beiden Künstlern viel Erfolg für die Ausstellung ihrer Werke und bedankt sich bei Wicze Braun und Wolfgang Brudes, die durch ihr Engagement den Kunstaustausch ins Leben gerufen haben.
Weiterhin bedankt er sich auch bei Danièle Leroy, die heute aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein kann, für ihr Engagement hinsichtlich der Jumelage zwischen Marly und Leichlingen.

Mit zwei Duetten der beiden Sopranistinnen endet der offizielle Teil der Vernissage. Bei kühlen Getränken und kleinen Snacks bliebt aber noch einige Zeit, um die ausgestellten Werke anzusehen und mit der Künstlerin Frau Losacker oder untereinander über die Werke zu diskutieren und ggfs das ein oder andere zu erwerben.
Theo Beckers


Zum guten Schluß ...

Mit einem festlichen gemeinsamen Samstagabend wurde unsere Marly-Reise gekrönt. Wir wurden um 19.30 Uhr bereits mit Musik empfangen und nahmen an hübsch geschmückten runden Tischen Platz.
Wir freuten uns sehr, Danièle in unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Sybille bedankte sich mit sehr einfühlsamen Worten für die wiederum perfekte Organisation durch die französischen Freunde und dafür, daß Sylvie - unterstützt durch Patrick - so hervorragend vertretungsweise die Führung übernommen hatte. Sybille bedankte sich auch bei Bürgermeister Jean-Yves Perrot, der uns mit einer Delegation bereits in der Champagnerkellerei in Sézanne in Empfang nahm und uns auch heute Abend wieder die Ehre gibt.

Gastgeberfamilien und Gäste verlebten zusammen einen fröhlichen Abend:
- ein reichgedecktes Büffet verwöhnte Augen und Gaumen
- das gemeinsame Singen nach ausgelegten französischen Texten gelang zwar nicht bei allen Liedern, machte aber allen Spaß
- französische und deutsche Sprachfetzen drangen von Tisch zu Tisch und zeugten von regem Gedankenaustausch
- und letztendlich wurde eifrig das Tanzbein geschwungen.
Ein erlebnisreicher Tag wurde so mit einem fröhlichen Abend beschlossen. Beschwingt und zufrieden, manche noch mit einem Abstecher zu einem nächtlichen "Absacker", machten wir uns auf den Heimweg.
Erika Horsthemke

Nachtrag aus dem Jahr 2006:

Es weihnachtete sehr ….
Kurz vor Weihnachten 2006 trafen sich 23 Senioren im wunderschön geschmückten DRK-Haus zu ihrer Weihnachtsfeier. Nach dem gemütlichen Kaffeetrinken wurde kräftig gesungen und es wurden Gedichte und Geschichten vorgelesen.
Als Höhepunkt der Veranstaltung erschien dann der Weihnachtsmann höchstpersönlich! Er las für jeden ein passendes Gedicht vor, wobei alle erraten mußten, wer gemeint war. Dabei wurde viel gelacht und alle Personen wurden schließlich erraten - bis auf den temperamentvollen Weihnachtsmann! Er gab sich dann als Erika Wischmeyer-Elbert zu erkennen und erntete viel Applaus.

Kurzum: Es war eine rundum gelungene Weihnachtsfeier, die mit viel Liebe, guten Ideen und den Gedichten von der Seniorenvertreterin Friederike Wohlfahrt vorbereitet und geleitet wurde. Herzlichen Dank, liebe Friederike!
Sybille Schmidt


Für Kinoliebhaber.
Besonderer Hinweis: "Perlen der Kinokunst"

Wir möchten auf eine besondere Auswahl von 25 Klassikern der Filmkunst aufmerksam machen, die das kommunale Kino in Leverkusen anläßlich des 100jährigen Jubiläums der Bayer Kulturabteilung im kommenden September zeigt. Bitte Termine in der Presse beachten ab 3. September.

 

Der Streifzug durch ein Jahrhundert beginnt mit Filmen von Ernst Lubitsch, Charly Chaplin, Georges Méliès, Louis Lumière, Luis Bunuel, Fernand Léger, Fritz Lang, S.M. Eisenstein, Orson Welles und schließt mit Filmen von Luschino Visconti, Jean-Luc Godard, Rainer Werner Fassbinder und Ingmar Bergman.

Und mit dem Hinweis auf das (7.) Frankreich-Fest in Düsseldorf vom 13.7. bis zum 15. 7. 2007
(Homepage des Frankreich-Festes: www.duesseldorfer-frankreich-fest.de) verabschieden wir uns und wünschen wir Ihnen einen angenehmen Auftakt in den Sommer: fröhlich, bunt, vielfältig, in Chansons verpackt, eingebettet in gute Küche und edle Tropfen!

Wir danken allen, die einen literarischen, photographischen oder technischen Beitrag geliefert haben, ganz herzlich.

Basilisse Pflüger

Am Treppchen 7, Leichlingen
02175-71186
E-Post: Fam.pflueger@t-online.de

Gestaltung: W. Pflüger