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Info-Blatt 36

 


In eigener Sache


Liebe Vereinsmitglieder und Freunde unserer Städtepartnerschaft,

Wie gerne denken wir in diesen feucht-kalten Herbsttagen zurück in den sonnigen Frühherbst und an unsere Kulturreise in die Bretagne. Bruno Cronier hat wieder - zusammen mit Charly und Dr. Hermann Brandl auf deutscher Seite - eine wunderbare Reise für uns geplant. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Organisatoren für ihr großes Engagement. Die Reise hat uns viele interessante Einblicke vermittelt in die Geschichte, Kultur - und natürlich Esskultur dieser Region. Die deutsch-französische Gemeinschaft hatte viel Freude an allen Erlebnissen. Bitte lest dazu den umfassenden Bericht von Hermann Brandl; da spürt man doch wieder seine schriftstellerischen Talente!

Direkt nach der Kulturreise haben wir uns ins Stadtfest gestürzt Das schöne Wetter lockte viele Besucher an und so waren unsere leckeren Sachen schon am frühen Samstagabend ausverkauft. Aber am Sonntag kam wieder Nachschub, der Verkauf lief prima und wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Aktiven, die mit Standdienst, Kuchenbacken, Auf- und Abbau etc. zu dem Erfolg beigetragen haben.

 

Am 22. September führte der Ausflug der Städtepartnerschaftsvereine - in diesem Jahr organisiert vom Henley-Club - nach Wiesbaden. Das Programm war abwechslungsreich und alle Teilnehmer haben einen schönen Tag verbracht.

Wir hatten in diesem nun langsam auslaufenden Jahr wieder viele gemeinsame Erlebnisse; wir haben zusammen geplant, überlegt, Freunde aus Marly empfangen, wo nötig kräftig angepackt - und wir hatten Freude an unseren Aktivitäten. - Möge das auch im nächsten Jahr so bleiben.

Nun wünsche ich Euch schöne Herbsttage.

Eure Sybille

Nachrufe

 

Am 1. Oktober 2012 ist sehr unerwartet Eva Mohs im Alter von 76 Jahren an einem Herzleiden.verstorben. Eva hat sich gerne in unserem Verein engagiert und mit ihrem liebenswürdigen Wesen viele Herzen gewonnen. Wir sind traurig, dass sie so früh von uns gegangen ist.

 

 

 

Am 2. Oktober 2012 ist Ida Reschke im Alter von 90 Jahren verstorben. Viele Jahre hat sie mit Freude an den Aktivitäten des Freundeskreises teilgenommen und war mit ihrer fröhlichen Art sehr beliebt. Wir werden sie nicht vergessen.

 

 

Geburtstage

Am 6. November 2012 wurde Herr Karl Reul 90 Jahre. Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen ihm, dass er weiterhin in Gesundheit und mit so viel Elan und Schwung all seinen Interessen und Neigungen nachgehen kann. - Karl Reul hat vor nunmehr 48 Jahren unsere Städtepartnerschaft mit Marly-le-Roi mit begründet und mit großem Engagement über all die Jahre dazu beigetragen, dass die Partnerschaft ein Erfolg geworden ist. Bis heute unterstützt er die Idee und unseren Freundeskreis und dafür möchten wir uns ganz herzlich bei ihm bedanken.

 

 

Termine

 
Datum
Zeit
Wo?
Was?
Donnerstag 13. 12. 2012 15:00 DRK-Haus, Mittelstrasse Weihnachtsfeier der Senioren
Sonntag 27.01.2013 11:30 Bürgerhaus Neujahrstreffen
Mittwoch 20.02.2013 19:30 Bürgerhaus Mitgliederversammlung
Dienstag 09.04 19:00 Restaurant 11b Table ronde
  30.05. - 02.06.   Marly Bürgerreise
Dienstag 09.07. 19:00 Restaurant 11b Table ronde
  07. - 15.09.*   Dresden Kulturreise
  21. - 22.9.     Stadtfest
Dienstag
12.11. 19:00 Restaurant 11b Table ronde

* Reistermine der Marlychois; deutsche Teilnehmer innerhalb dieses Zeitraums

Unsere Mitglieder berichten

Am Golf von Morbihan
von Dr. Hermann Brandl

Wenn wir auf dem Leichlinger Markt Renekloden sehen, denken wir sofort an Reine Claude, die Tochter von Anne de Bretagne. Bei Butterkeksen der bekannten Marken kommen uns die "Veritable Petit Beurre" von Nantes in den Sinn. Ein simpler Pfannkuchen ist natürlich eine Galette oder Crêpe.
Dies alles und noch viel mehr verdanken wir unserer diesjährigen deutsch-französischen Reise in die südliche Bretagne, an den "Golfe du Morbihan".
Voller Eindrücke kamen wir heim nach diesen schönen Tagen mit unseren Freunden aus Marly, die uns, wie gewohnt, am Gare du Nord begrüßten. Die Vorfreude darauf dauerte diesmal fast zwei Stunden länger, da der Thalys Probleme mit der Stromversorgung hatte. Das traf sich gut, denn unsere Freunde steckten in Frankreich ebenfalls mit ihrem Bus im Stau und waren voller Sorgen, dass sie nicht pünktlich am Bahnhof sein konnten. So gleicht sich oft manches aus. Jedenfalls standen sie zum "Kusskuss", dem beliebten Wortspiel von Bruno, rechtzeitig parat.


Der Weg nach Angers, unserem Etappenziel, war kurzweilig und man hatte sich wieder viel zu erzählen.
Über Chartres und Le Mans, das neben seinem Autorennen auch noch die Erfindung der Rillettes vorweisen kann, fuhren wir dann über Autobahnen, von deren Verkehrsdichte wir Deutsche nur träumen können, nach Angers, der Heimat des Kirschlikörs Guignolet und des noch viel berühmteren Cointreau, des bittersüßen Orangenpendants.
Angers, die alte Hauptstadt des Anjou, im Departement Maine et Loire gelegen, leidet ein bisschen darunter, dass es nicht direkt an der Loire liegt, sondern ein paar Kilometer entfernt, an der Maine, und daher nicht so richtig glaubt, vom Ruf der berühmten Gegend profitieren zu können. Sein Touristenname "Angers, Loire, Metropole" offenbart daher einen kleinen Komplex, denn zwei von den drei Punkten Stimme nicht so ganz mit den Tatsachen überein. Dabei hat diese Stadt gar keinen Grund nicht stolz zu sein. Besitzt sie doch neben der gut erhaltenen Altstadt mit ihrer beeindruckenden Burg ein ganz besonderes Kunstwerk, nämlich den weltberühmten "Wandteppich der Apocalypse"

 

Zunächst begann der Tag mit der Besichtigung des Chateau d´Angers. Das Anjou hatte schon unter den Angriffen der Normannen zu leiden. In den folgenden Jahrhunderten stieg die Grafschaft dann zu einem der führenden Herrschaftshäuser in Frankreich auf. Zeichen ihrer Macht ist die wuchtige Festung über der Maine, die mit ihren 17 Türmen und bis zu viereinhalb Metern dicken Mauern einen unüberwindbar scheinenden Schutz gegen alle Angreifer bot, so auch den Bretonen. Von hier stammt die berühmte Familie Plantagenet, die später England mehr als drei Jahr-hunderte regieren sollte. Der Name geht auf "Genêt", den Ginsterzweig, zurück, den der Graf als Markenzeichen im Helm trug. Die verwirrende Familiengeschichte derer von Anjou, und die Streitereien über die Throne von England und Frankreich wollen wir uns ersparen und nur noch den berühmten Richard Löwenherz erwähnen, den Sohn der Eleonore von Aquitanien und seinen Bruder Johann Ohneland. Der zuletzt genannte, immerhin späterer König von England, verdankt seinen Namen dem Umstand, dass er als fünfter Sohn bei der Verteilung der Ländereien, zum Beispiel Aquitanien, der Normandie und der Bretagne, zu kurz gekommen war. Aber das Schicksal hat es eben schlecht mit seinen Brüdern gemeint und so lachte er als letzter schließlich am besten. Unseren deutschen Führer hat die Liebe einst nach Angers verschlagen. Deren Anlass hält sich heute leider nicht mehr dort auf, aber die Liebe zu dieser Stadt ließ ihn nicht mehr los. Das kam in seinen äußerst profunden Erklärungen und Erzählungen zum Ausdruck. Wir hörten mit Begeisterung zu. Worte, die wir einfach so benutzen, haben hier ihren Ursprung, wie zum Beispiel "Quarantäne". Die Vasallen des Königs mussten damals 40 (quarante) Tage Dienst tun, als der König von Ort zu Ort zog und all seine bewegliche Habe mit sich schleppte. Der erste Höhepunkt dieser Reise führte uns dann in die Galerie, in der der beeindruckende "Wandteppich der Apokalypse" präsentiert wird. Schon beim Eintritt in das extra für dieses Kunstwerk errichtete Gebäude ergreift einen eine gewisse Ehrfurcht. Bei den detaillierten Erklärungen bewährten sich das Talent unseres Führers und zog uns völlig in den Bann. Die Maße des "Zyklus der Apokalypse", der bildlichen Darstellung der im letzten Buch des Neuen Testaments in griechischer Sprache niedergeschriebenen Offenbarung des Evangelisten Johannes, sind gewaltig. Es ist der größte Wandteppich, der jemals in Europa gewebt wurde, abwechselnd auf rotem und blauem Untergrund. Früher bestand das Werk aus sechs Elementen, je 23 Meter lang und 6 Meter hoch. In der heutigen Form sind es "nur" noch 103 mal 5 Meter. Gefertigt wurde er im Auftrag des Herzogs Ludwig I. von Anjou in den Jahren 1373 bis 1382. Die Wertschätzung, die wir dem Wandteppich heute entgegenbringen, besaß er nicht immer. Neben anderen Leiden musste er erdulden, in der französischen Revolution zerschnitten und als Decken, Abdeckplanen und Bettvorleger benutzt zu werden.

 

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Der Inhalt dieser Visionen des Johannes bezieht sich auf das Ende der Welt, das man damals nahe glaubte. Daher wird das Wort Apokalypse fälschlicherweise oft auch mit Weltuntergang in Verbindung gebracht. Auf jedem Teppich sind 14 Szenen dargestellt, die in zwei übereinander liegenden Reihen mit je sieben Bildern erklärt werden. Das Lesen der Bibel kann ich Euch nun nicht ersparen, falls ihr mehr über diese Offenbarung erfahren wollt, ein paar Bemerkungen unseres Führers will ich aber noch in Erinnerung bringen. Da ist zunächst das Wort vom Buch mit sieben Siegeln, Synonym für etwas, das schwer zugänglich ist. In der Schrift des Johannes sitzt der Herr mit der siebenfach versiegelten Buchrolle auf dem Thron und nur das Lamm, das für die Opferrolle Christi steht, darf das Siegel brechen. Da kommen dann mit den ersten vier Siegeln die apokalyptischen Reiter über die Erde, gefolgt von den Märtyrertoten, das sechste Siegel lässt die Erde beben und die Sonne verfärbt sich schwarz und schließlich endet alles mit dem Weltuntergang, dargestellt durch sieben Engel mit Posaunen. Im Mittelalter hängte man den Teppich im Freien auf. Die dargestellten Szenen wurden durch den Wind zum Leben erweckt. Bis in unsere Zeit hinein beflügelte die Geschichte Künstler. Sogar für den Western "Pale Rider" mit Clint Eastwood diente sie als Vorlage. Auch Wilhelm Busch dachte an die Apokalypse als er seinen bekannten Vers "Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe". Allseits bekannte Bemerkungen wie "unter einer Decke stecken" und "das geht auf keine Kuhhaut" gehen auf diese Geschichte zurück. Bildhaft wird das auf dem Teppich durch vier Männer in einem Bett, oder einem Schreiber, der in der einen Hand eine Feder und in der anderen einen Kratzer hält, um das kostbare Pergament wieder zu reinigen, falls er sich verschrieben hat. Sogar die Loreley taucht auf in Gestalt der Prostituierten von Babylon, und der Engel, der Johannes "unter seine Fittiche nimmt". Zum Schluss wird noch das 1000-jährige Reich dargestellt, das nach Ankunft Christi bis zum jüngsten Gericht dauern sollte und mit dem himmlischen Jesus endet, symbolisiert angeblich durch die Darstellung des Mont Saint Michel. Noch beeindruckt von diesem gewaltigen Werk setzten wir dann am Nachmittag unsere Fahrt nach Vannes fort. Wir passierten Nantes, die Stadt, in der die Loire in den Atlantik mündet. Das nach ihr benannte Edikt von 1598 brachte den Hugenotten dank König Heinrich IV. endlich die Religionsfreiheit. Er war früher selbst Hugenotte, trat aber, um König aller Franzosen werden zu können und um das Haus Valois abzulösen, später zum katholischen Glauben über. Sein berühmter Satz "Paris vaut bien une messe" ("Paris ist eine Messe wert") ist uns allen noch aus der Schule bekannt. Mit ihm gelangte das Geschlecht der Bourbonen auf den Thron. Wenig stolz kann die Stadt auf den so genannten Dreieckshandel sein. Schiffe starteten in Nantes, nahmen Sklaven in Afrika an Bord und verschleppten sie nach Westindien. Auf dem Rückweg wurden die Schiffe mit Zuckerrohr beladen. So sparte man Logistikkosten. Aus Nantes kommen aber auch die leckeren Butterkekse oder "Bütterchen", die ich bereits anfangs erwähnte. Dann waren wir in Vannes, am "Kleinen Meer", von wo unsere Erkundungsreise in die südliche Bretagne ihren Ausgang nahm. Zur Begrüßung am Abend lagen auch gleich, neben anderen Sächelchen, einige Scheiben Andouille auf dem Vorspeisenteller und, wer wollte, konnte seine Bekanntschaft mit dieser Spezialität erneuern. Unsere Führerin hieß Kristin, eine Bretonin, die aber, wie sie sagte, auch des Französischen mächtig ist. Sie sprach es natürlich fließend und auch ihr Deutsch war recht gut. Als sie uns zum ersten Mal guten Morgen auf bretonisch wünschte - ich würde es gern wiederholen, wenn ich meine Notiz aus dem wackligen Bus noch entziffern könnte - sagte sie uns, dass hierzulande, jedenfalls früher, nur der Ältere diesen Gruß aussprach. Wenn der schwieg, war Stille geboten. Mit derartigen und ähnlichen Informationen unterhalten, fuhren wir zunächst zur Halbinsel Quiberon, die westlich des Golfs in den Atlantik ragt. Quiberon ist stellenweise so schmal, dass nur Platz für die Straße und die Eisenbahnschienen bleibt. Die Bahn trägt den Spitznamen "tire bouchon", der Korkenzieher, weil bei einem Verkehrsstau, der im Sommer wohl oft vorkommt, ohne sie kein Herauskommen möglich ist. Ist auch kein Wunder, denn dann halten sich zehnmal so viele Menschen dort auf, wie die Halbinsel Einwohner hat. Dieser Engpass ist eigentlich erst entstanden, als sich die ursprüngliche Insel durch Anschwemmung von Sand mit dem Festland verband. Wir aber hatten keine Probleme und sahen die dem Atlantik zugewandte wild zerklüftete Seite, die Côte Sauvage, an die bei unruhiger See bis zu 12 Meter hohen Wellen anbranden. Im Gegensatz dazu ist die dem Golf zugewandte Seite ruhig und gemütlich. Das empfinden wohl auch ganze Völkerschaften von Kaninchen so, denn die Gegend ist übersät von ihren Höhlen. Vor dem Dejeuner, dem wir, wie immer mit Freuden entgegensahen, obwohl sich das "petit dejeuner" in Frankreich auch schon von einem Croissant und einer Baguette zu einem üppigen Buffet gemausert hat, hatten wir noch Gelegenheit, die Sardinenfabrik "La belle Iloise" zu besichtigen. Der Sardinenfang ist eine der Haupteinnahmequellen dieser Gegend. Gott sei Dank konnten wir danach unsere Kenntnisse über den Weg der Sardine vom Meer bis in die Dose in einem kleinen Laden am Ende der Strecke materialisieren, was die Gepäcksituation auf der Heimreise für einige nicht leichter machte. Dann ging es weiter in Richtung Carnac, vorbei am Standbild des General Hoche, der sich diesmal ohne Hut präsentierte, das heißt, ohne die normalerweise übliche Silbermöwe auf seinem Kopf. Dieser General steht dort, weil er 1795 die Entscheidungsschlacht für die Republikaner gegen die Splittergruppe der königstreuen Chouans, gewonnen hat. Mit einem Mal tauchten sie auf, die schier endlosen Reihen der bis zu vier Meter hohen Steinriesen, exakt aufgestellt. Jeweils etwa drei Kilometer lang, aus annähernd jeweils 1000 Steinen, geben sie uns auch heute noch Rätsel auf. Sie heißen Karlescan, Le Menec und Kermario. Nicht alles sind Kolosse, denn die Größe schwankt stark. Manche sind nur einen halben Meter hoch. Für die Menschen der Jungsteinzeit, vor fast 5000 Jahren, muss es eine Herkulesarbeit gewesen sein, sie abzubauen. Sie haben es angeblich geschafft, indem sie in Spalten Wasser gefrieren ließen und so die Brocken absprengten. Diese Menhire, bretonisch für lange Steine, wurden alle auf diese Weise an der dem Atlantik zugewandten, wild zerklüfteten Seite gewonnen und hierher transportiert. Kein Wunder, dass dieser Ort auch dem Aberglauben viel Raum gibt, denn das Geheimnisvolle ist fast greifbar. Da gibt es zum Beispiel den Glauben, dass der Zaun, der eigentlich vor dem Eingravieren unvergänglicher Dummheiten schützen soll, dazu dient, die Steine zu hindern, am nahen Bach zum Trinken zu gehen. Oder clevere Geschäftemacher haben es verstanden,

 

 

Menhirsamen an den Mann zu bringen. Es soll an Käufern nicht gemangelt haben. Neben den Menhiren findet man auch noch die Dolmen, bretonisch Steintische. So sehen sie auch aus und dienten als Grabstätten, früher von Erdhügeln umgeben. Den Rückblick auf diesen sonnigen Tag erlebten wir dann bei einem Spaziergang am großen Yachthafen in Trinité-sur-Mer, einem kleinen Ort an der geschützten Seite der Halbinsel Quiberon. Schon wieder Donnerstag, der vierte Tag der Reise und der zweite in Vannes. Wir wollten typische Ortschaften der Region besuchen. Also fuhr uns Charly zunächst in das nahe gelegene Örtchen Josselin mit dem gleichnamigen Schloss.

Es ist mit dem Namen Rohan verbunden, einer der berühmtesten Adelsfamilien Frankreichs. Schon 1008 wurde auf dem das Tal der Oust überragenden Felsen eine Festung gebaut, die aber den üblichen Streitereien sich unmöglich zu merkender Geschlechter aus England und der Bretagne zum Opfer fiel. Die neue Festung wurde Ende des 14. Jahrhunderts von Olivier de Clisson errichtet, einem Anführer der französischen Partei in der Bretagne, dessen Motte lautete: "Pour ce qui me plait" ("wie es mir gefällt"), was auf einen angenehmen Umgang mit ihm hindeutet. Acht Türme und noch einen Donjon dazu hat das Anwesen gehabt. Das aber, was uns heute so fasziniert, wurde von seinem Enkel, Jean II. de Rohan hinzugefügt. Er ließ die Burg so umbauen, dass sie eher wie ein Landhaus wirkt. Es ist die Fassade, die Elemente der Flamboyant-Gotik und der Renaissance in sich vereinigt. Sie erinnert an aus Granit gehäkelten Spitzen und ist von großer Leichtigkeit. Die Motive, die sich zwischen den Fenstern hinziehen, dokumentieren die Devise der Rohans, "A Plus" = "nichts steht über uns", ihr Emblem in Form eines Gitters aus Rauten und Hermelinen, Symbole der Bretagne. Bei der anschließenden Führung lernten wir dann, dass die erstgeborenen Söhne derer von Rohan immer abwechselnd Josselin und Alain heißen und die älteste Tochter Marguerite. So erklärt es sich, dass der Übergang des Besitzes von den Clissons zu den Rohans durch die Ehe einer Clisson mit Alain VIII. de Rohan zustande kam. Die Familie de Rohan bewohnt das Schloss noch heute und wahrscheinlich ist Josselin oder Alain, der Zwanzigste, an der Reihe. Getreu unserem Motto, abwechselnd etwas Schönes zu sehen und zu essen, spazierten wir dann in die nahe gelegene Mitte des Örtchens, um uns in die Geheimnisse der Galettes und Crêpes, sozusagen in einem Praktikum, einweisen zu lassen. Eine Galette ist von dunkler Erscheinung, weil sie aus dem Sarrasin = blé noir, dem Buchweizenmehl gemacht wird. Der Name Sarrasin geht auf die Sarazenen zurück, über die das Produkt nach Frankreich kam. Es ist gar kein Getreide, sondern wird aus Bucheckern gemahlen. Und weil man damit anscheinend gute Geschäfte gemacht hat, sagt man heute: "Avoir des Galettes", was so viel heißt wie reich zu sein. Im Gegensatz dazu sind die Crêpes aus Weizenmehl und daher eher weiß. Mit diesem Wissen beschäftigten wir uns dann im Restaurant "Crêperie du Centre", zuerst mit den Galettes und danach mit den Crêpes.

 

 

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Dazu gab es traditionsgemäß "une bolée du cidre" zu trinken. Ein Leben wie Gott in Frankreich. Noch ein kurzer Besuch am Grab des Olivier de Crisson und seiner Gemahlin Marguerite de Rohan in der Kirche gleich nebenan und weiter ging's nach Rochefort-en-Terre. Auf dem Weg dorthin passierten wir den kleinen Ort Pleucadenc, in dem jährlich Treffen von Zwillingen, Drillingen, Vierlingen, und so fort, stattfinden. Rochefort-en-Terre wird als eines der schönsten Städtchen Frankreichs und der Bretagne bezeichnet. Das ist nicht übertrieben. Die Häuser sind aus übereinander liegenden Schieferplatten gebaut, Fenster und Türen mit Granitrahmen umgeben. Und überall sind Blumen. Genauso wie im Nachbarort La Vrai Croix, wo wir auf dem Heimweg nach Vannes auch noch kurze Station machten. Traditionsgemäß gehört zu unseren Reisen eine Boots- oder Schiffsfahrt und sei sie noch so klein. Diesmal, am Atlantik, sollte es schon was Richtiges sein. So fuhren wir mit einer großen Fähre vom Ort Quiberon etwa eine Stunde übers große Meer zur "Belle-Ile-en-Mer", der größten bretonischen Insel.

Von wild zerklüfteten Felsen umgeben, erinnert sie an norwegische Fjorde. Groteske Felsen und riesige grottenähnliche Formationen zeugen von der Wucht der anbrandenden Wellen. Dank des Golfstroms herrscht hier mediterranes Klima und macht den Aufenthalt das ganze Jahr über angenehm, was auch schon Monet zu schätzen wusste. Eineinhalb Jahre hat er hier verbracht und 39 seiner Werke sind dabei entstanden. Wegen des schnell wechselnden Lichts hat er an bis zu sechs Gemälden gleichzeitig gearbeitet. Dies und viel mehr wurde uns während der Rundfahrt erzählt. Zum Beispiel die Geschichte von den zwei Menhiren, an denen wir vorbeifuhren und die die Namen Jeanne und Jean tragen. Jeanne war ein armes Mädchen und in den Priester Jean verliebt. Sie hatten ein heimliches Rendezvous, wurden dabei ertappt und zur Strafe versteinert. Ab und zu erwachen sie zu neuem Leben und ihre dabei gezeugten Kinder sind zu den Steinen von Carnac geworden.

Dann ist da noch Sarah Bernhardt, eine der berühmtesten französischen Schauspielerinnen des 19. und frühen 20.Jahrhunderts. Sie hat die Insel zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht und neben zahlreichen Häusern auch eine militärische Festung zu ihrem Domizil umgebaut. Berühmte Leute gingen bei ihr ein und aus, wie der englische König Georg VII., Sigmund Freud, Jean Cocteau, Marcel Proust, Oscar Wilde. Jean Cocteau ist durch sie zu seinem Theaterstück "Les Monstres sacrés" inspiriert worden. Auf der Heimfahrt von Quiberon nach Vannes hörten wir dann im Bus die auf keltisch gesungene Nationalhymne der Bretonen "Breizh ma bro", was auf Französisch "Bretagne, mon pays" heißt.

Wenn man unsere Kenntnisse über die bretonische Flagge "Gwenn ha du", mit den Hermelinen und den weißen und schwarzen Streifen und die Nationalnachspeise "Far Breton" - eine Art Eierkuchen mit Backpflaumen - hinzunimmt, hatten sich unsere Landeskenntnisse durchaus beachtlich entwickelt. Übrigens, dieser Far Breton ist auf das engste mit dem englischen Plumpudding verwandt und erklärt, warum die beiden Länder Bretagne und Grande Bretagne heißen.

 

 

 

Jeden Samstag verwandelt sich Vannes in einen einzigen großen Markt. Klar, dass wir diese Gelegenheit nutzten, unsere Stadtbesichtigung auf diesen Tag zu legen. Märkte in Frankreich sind immer besondere Erlebnisse, wenn sich die historischen Altstädte mit dem üppigen Angebot zu einem farbenfrohen Fest verbinden. Die Halle mit den Fischen in überwältigender Vielfalt ist immer wieder beeindruckend. Gut, dass alle beschriftet waren. So konnten wir auch den Fisch finden, den wir am Abend zuvor gegessen hatten und den keiner als Filet identifizieren konnte. Auch Freunde der Andouille kamen auf ihre Kosten, gab es sie doch an manchen Ständen in einer Auswahl, die an unseren Bedürfnissen völlig vorbeiging. Ich musste eher an das Sprichwort denken "Ne fais pas d'andouille", was so viel heißt, wie "Mach keine Dummheit". Es war ein vergnüglicher Rundgang am Vormittag, auf dem wir alle paar Meter alte Bekannte trafen, die uns Vorschläge machten, was wir noch unbedingt sehen sollten. Systematischer gingen wir dann am Nachmittag vor, bei einer Stadtführung. Wir hörten, dass hier im Jahr 1532 bei einem Treffen von Franz I., dem Ehemann von Reine Claude mit den bretonischen Ständen, die Unabhängigkeit endgültig zu Grabe getragen worden war. Und von dem Stadtheiligen Vincent Ferrer, einem charismatischen Wanderprediger, der Ende des 14. Jahrhunderts die Eschatologie, die Lehre vom Ende der Dinge, zu seinem Hauptanliegen gemacht hatte. Seine letzten Lebensjahre hat Ferrer in Vannes verbracht, dabei angeblich zahlreiche Wunder bewirkt und es geschafft, dass das große Tor zum Hafen heute seinen Namen trägt, "La Porte St. Vincent". Natürlich ist er in der im Chor der Kathedrale beigesetzt. Zwei Stunden schlenderten wir so durch die sehenswerte Stadt, die Herzog Jean IV. 1379 zu seiner Residenz gemacht hatte. Er ließ das Chateau d'Hermelines und eine Stadtmauer bauen, an der das alte Waschhaus hervorsticht. Schließlich kamen wir noch an den Plastiken von Vannes und seiner Frau vorbei, zwei örtlichen Geschäftsleuten, deren Häupter an einer Hausecke auf das emsige Treiben der Stadt herabschauen. Zum Schluss trafen sich dann die meisten von uns bei einer Tasse Kaffee am Hafen, von der üppig strahlenden Sonne ein wenig geschafft. Zum Abendessen hatte sich Bruno eine kleine Überraschung ausgedacht, einen Hummer für "tout le monde". Dass die Götter vor das Vergnügen den Schweiß gesetzt haben, durften wir beim Zerlegen des edlen Meerestieres wieder einmal erfahren.

Der letzte Tag in Vannes. Er begann mit der Fahrt auf die Halbinsel Rhuys, die den Golf im Osten einschließt und da zur Burg Suscinio. Der Name geht entweder auf "Sans Souci" oder das bretonische Wort "aus dem Meer geboren" zurück. Es war ursprünglich das Jagdschloss der Herzöge von Vannes, bis denen der einstündige Ritt zu viel wurde und sie sich teilweise ganz da niedergelassen haben. Wie üblich, wurde die Burg später zu einem Schloss umgebaut und - wenn schon, denn schon - wollte man gleich ganz hoch hinaus, nämlich bis zu drei Stockwerken. Ganz oben wohnte der Herzog, der glaubte, damit Gott näher zu sein. Im Innenhof des Schlosses durfte sich dann allerlei Volk aufhalten, das von oben zu betrachten sicher Spaß gemacht hat. Auch gab es drei verschiedene Treppen-aufgänge, je nach Stand. Wir durften den benutzen, der zum Speisesaal der Gäste führte. Dieser Bereich war ausgezeichnet durch eine Außenfassade mit besonders großen Steinen. Die Herzöge waren sehr um ihr Leben besorgt. Zum Beispiel wiesen die Wände zwei Öffnungen für die dahinter verborgenen Wächter auf und alle Speisen mussten vorgekostet werden, damit sie auch ja nicht vergiftet waren. Im Zuge der Führung erhielten wir auch wieder eine neue Lektion über Anne de Bretagne, um die sich letztendlich in dieser Gegend alles dreht. Sie war 1490 als erstes mit dem späteren deutschen Kaiser Maximilian I. verheiratet, allerdings nur theoretisch. Die Ehe vollzog ein Freiherr im Namen des Kaisers, indem er sein Bein bis zum Knie in ihr Bett legte. 1483 hatte aber der damalige französische König Karl VIII. die dreijährige Tochter Maximilians, aus erster Ehe mit Maria von Burgund, geehelicht. Da aber Anne ihren Liebsten Maximilian nie zu Gesicht bekam, hat sie schließlich - dank der Mithilfe des Papstes - Karl VIII. geheiratet. Dadurch verlor Maximilian seine Frau an seinen eigenen Schwiegersohn. Und den Ehemann für seine Tochter. Damit aber noch nicht genug. Karl VIII. stieß sich bald darauf seinen Kopf so heftig an eine niedrige Tür, dass sich Anne einen neuen Mann suchen musste und das war der nächste König von Frankreich, Ludwig XII. Aus dieser Verbindung kam dann Claude zur Welt, die sich später Franz I. geangelt hat. Was aber wichtiger ist, die Reneklode hatte ihren Namen gefunden.
Nach so viel Geschichte war der zweite Teil des Tages wieder frei, in dem Sinn, dass wir eine Schiffsfahrt über den Golf von Morbihan unternahmen. Wir stachen in Port Navalo in See, um über den Golf nach Vannes zurückzufahren. Im Vergleich zum offenen Atlantik geht es auf dem "Kleinen Meer" relativ ruhig zu. Außerhalb des Golfes beträgt der Tidenhub 4 Meter, bei Springflut 5,5, ganz zu schweigen von den bis zu 12 Meter hohen Wellen bei Sturm. Wir passierten eine Unzahl an kleinen und größeren Inseln, die es fast unmöglich machten, die Orientierung zu bewahren. Auf einer der größten, der Ile aux Moines legten wir noch einen Zwischenstopp ein und unternahmen eine kleine Wanderung, ehe wir nach Vannes weiterfuhren. Tausende von festgemachten Booten säumten unseren Weg, 5200 genau, und wir waren baff, als uns der Kapitän erzählte, dass die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Bootes dreieinhalb Tage pro Jahr beträgt. Beruhigend für uns, die wir kein Boot besitzen.
Und damit gingen unsere Tage in Vannes leider zu Ende. Aber noch war nicht aller Tage Abend. Auf dem Rückweg nach Paris stand noch das Schloss
bei Angers auf dem Programm. Wir kamen dort gegen Mittag an und wurden sofort in die als Restaurant umgebaute historische Küche gebeten. Beschwingt, wie nach jedem "dejeuner", erfuhren wir dann mehr über dieses bemerkenswerte Schloss, das sich schon von außen von den meisten bisher besuchten unterschied. Anfang des 17. Jahrhunderts sollte nämlich das alte durch ein neues mit bis zu acht Stockwerken und drei Flügeln ersetzt werden. Auch damals gab es offensichtlich schon Schwierigkeiten beim Bau, denn der Abriss des alten und der Bau des neuen gingen nur schleppend voran, so dass beide Gebäude irgendwie ineinander wuchsen. So liegt der große Hauptflügel des neuen Schlosses zwischen den zwei Türmen des alten und man kann die fehlenden Übergänge deutlich erkennen.

Wir erhielten eine ausführliche Darstellung der Familiengeschichte der Brissacs und Cossès, bestaunten die flämischen Wandteppiche und Gobelins, aber als wirklich interessant entpuppte sich die Figur der Powerfrau Anne de Mortemar, eine der Comtessen. Ihre Urgroßmutter war Barbe-Nicole Cliquot-Ponsardin, "la grande dame de la champagne", besser als Veuve Cliquot bekannt. Anne war eine der beiden ersten Frauen in Frankreich mit Führerschein. Folgerichtig war sie auch die erste, die ein Ticket wegen zu schnellen Fahrens erhalten hat, denn sie wurde 1897 mit mehr 15 km/h in Paris erwischt, wo nur 12 erlaubt waren. Auch als Hirsch musste man sich unbedingt vor ihr in Acht nehmen, denn sie soll über 2000 dieser Tiere erlegt haben.

Am Ende des 19. Jahrhunderts hat eine andere berühmte Dame, Jeanne Say, Gattin des Marquis von Brissac, das Schloss umgestaltet. Sie hat sich ein eigenes Theater eingerichtet, weil sie als Comtesse nicht in der Öffentlichkeit singen durfte. Es wurde als erster Raum mit Strom aus einem Stausee betrieben. Außerdem hat sie den Park im englischen Stil umgestaltet. Noch heute lebt die Familie Brissac hier. Und endlich wurde auch Ordnung in unsere Vorstellungen vom französischen Adel und seine strengen Regeln gebracht. Danach ist der Vater der "Duc", der erste Sohn der "Marquis", die anderen Kinder sind "Comte oder Comtesse". Jedenfalls dann, wenn kein Prinz darüber thront.
Am frühen Abend wurden wir noch mit einem Touristenbähnchen durch Angers geschaukelt, um dann den letzten gemeinsamen Abend zu verbringen.
Der Rest ist schnell erzählt, bestand es doch nur aus der Fahrt nach Paris und einer fast schon traditionellen Stadtrundfahrt, die uns diesmal durch das noble VII. Arrondissement um den Invalidendom und die Avenue Montaigne, dem Zentrum der Haute Couture, führte. Dann kamen wir am Gare du Nord an. Pierre Delas sang uns vor dem Aussteigen noch "Adieu zur guten Nacht" und schon begann der immer etwas melancholische Abschied.
Als wir im Zug saßen und uns über den perfekten Ablauf der Reise freuten, rief Bruno an, um uns zu sagen, dass auf der Heimfahrt nach Marly der Keilriemen des neuen Busses gerissen war und seine Truppe in einen Ersatzbus umsteigen musste. Wenn das ein paar Minuten vorher passiert wäre, hätten wir unsern Thalys nach Köln nicht mehr erwischt und dann hätten wir auch nicht in Brüssel den Zug wechseln müssen. Denn der blieb da auch stehen und wollte nicht mehr weiterfahren. Ein Ersatzzug brachte uns aber ebenso ans Ziel, nach Köln.


Der "kleine" Vorstand beim Stadtfest 2012

 

 


Ausflug der 3 Städtepartnerschaftsvereine
am 22.September 2012

Text und Bilder: Reiner Vesper

 

Am frühen Morgen trafen sich die Teilnehmer vor dem Rathaus Leichlingen, um nach Wiesbaden zu fahren. Mit etwas Verspätung gabelten wir den Reiseleiter in Wiesbaden am Hauptbahnhof auf, der uns seine Stadt mit vielen Informationen und Eindrücken vermittelte. Die Römer nannten Wiesbaden "Aquae

Mattiacorum". Siedlungsspuren lassen sich bis ca. 3000 v.Chr. zurückverfolgen. In den ersten 400 Jahren nach Chr. wurde die Stadt als Erdkastell mitausgebaut und die ersten Thermen eingerichtet. Eingefasst wurde die Siedlung um 370 von einer Mauer, die Reste dieser sog. Heidenmauer sind noch erhalten. 830 n.Chr. tauchte der Name Wisabada als Sitz des Königshauses auf. Später gehörte Wiesbaden den Grafen von Nassau. Schwere Brände vernichteten 1547 und 1561 die Stadt. Seit 1945 ist sie Landeshauptstadt. Aber nun genug der Historie.
Es ging die Fahrt vorbei am Marktplatz mit der imposanten Marktkirche.

Im 19. Jahrhundert entwickelte Wiesbaden sich zu einem internationalen Kurort, der auch heute noch sehr beliebt ist.

Ein Spaziergang durch die Kuranlagen ist ein Erlebnis und wer Glücksspieler ist kann sein Glück entweder im Automaten Casino oder aber im normalen Spielkasino versuchen. Wir haben es uns nur erklären lassen!
Die Wilhelmstrasse ist die "Kö" von Wiesbaden und wird auch Rue genannt. Auf der einen Seite Prachtbauten aus der Gründerzeit und auf der anderen Seite Parkanlagen mit Erbprinzenpalais, Kurhaus und Staatstheater. Der Stadtkern von Wiesbaden bildet ein Fünfeck und die Rue ist die östliche Begrenzung.
Das Nassauische Schloss am Rheinufer konnten wir nur vom Bus aus besichtigen.

Mit der Standseilbahn (durch Wasserballast angetrieben) ging es auf den Neroberg.

 

Der runde Neroberg-Tempel wurde 1851 von Philipp Hoffmann errichtet.

 

Wir lauschen interessiert den Erklärungen des Stadtführers.
Die Russische Kirche, mit fünf vergoldeten Zwiebelkuppeln, wurde von 1847 bis 1855 als Grabkirche im russisch-byzantinischen Stil für die sterblichen Überreste der aus St. Petersburg stammenden Gattin Herzog Adolfs, Großfürstin Elisabeth Michailovna, und ihrem Kind geschaffen.

 

 

Das auf dem Neroberg gelegene Opelbad mit herrlichem Blick auf Wiesbaden und ins Rhein-Main-Gebiet wurde 1933/34 im Bauhausstil als Freiluftbad angelegt und nach seinem Stifter benannt.
Es gilt als eines der schönsten Schwimmbäder Deutschlands. Da wir keine Badesachen dabei hatten, sind wir draußen geblieben.
Und weiter ging die Busfahrt ins Zisterzienser Kloster Eberbach. Heute Hessisches Staatsweingut in einem sonnigen Seitental des Rheingaus. Im Restaurant des Klosters konnten wir unseren mittäglichen Hunger bei köstlichen Speisen und Getränken stillen. Anschließend trafen wir uns im Kloster zu einer "Schlenderprobe" und Führung durch das Kloster.

Ein Kellermeister beschrieb sechs verschiedene Weine aus klösterlichem Anbau und verschiedenen Jahrgängen mit jeweils einer minimalistischen Wein-probiermenge. Das Kloster diente auch verschiedenen Filmen als Kulisse, u.a. "Der Name der Rose". Im Anschluss der Führung hatten wir Gelegenheit Weine in der Vinothek zu erwerben.
Danach überraschten wir unsere Freunde auf dem Heimweg mit einem Zwischenstopp auf der Terrasse des Restaurants "Cockpit" am Flugplatz Leverkusen mit einem Sektempfang als Ausklang einer schönen Reise, von der wir glauben, dass Sie allen gefallen hat. Das anfängliche regnerische Wetter bei der Abfahrt hatten wir mit "Voodutänzen beschworen und es half. Bereits bei der Ankunft in Wiesbaden schien die Sonne und sie schien noch als wir wieder nach Hause kamen.

 

Herzlichen Dank an Hermann für seinen großen Bericht über die Kulturreise! Es hat den Reiseteilnehmern Freude gemacht, die Reise noch einmal in Ruhe nach zu vollziehen. Und ist vielleicht ein Ansporn für Andere, das nächste Mal mit zu fahren?

Unser Dank gilt auch Webmaster Hartmut Schmidt.

Schöne Herbsttage wünscht Euch nun

Sybille Schmidt

 

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